LKW Fahrer – viel gescholtenes Übel – aber dennoch nötig.

Keiner will sie haben

(Ein grenzgenialer Gastartikel von LKW Fahrer Wolfgang Dorn) Über die Notwendigkeit der Kraftfahrer sind wir uns kommentarlos einig. Auch wenn sie keiner vor der Tür oder im Straßenverkehr haben will.
Man versucht krampfhaft das Image der Fahrer – eines ganzen Berberaufstandes – zu verbessern…jedoch mit zweifelhaftem Erfolg. Woran es liegt, es vermag keiner so genau zu sagen.

Die Wahrheit…wenn es denn eine gibt ??!!

Die meisten Fahrer sind gewöhnliche Arbeitnehmer wie viele andere Menschen auch. Sie verrichten jeden Tag gewissenhaft und ordentlich ihren Job. Sie transportieren Waren von A nach B und das, so schnell als möglich – zu geforderten Terminen. Sie tragen dazu bei, dass unsere Wirtschaft brummt und der Rubel rollt. Sie meckern nicht, erfüllen ihren Job. Würde man sie nicht Tag täglich auf unseren Straßen antreffen – man bekäme es gar nicht mit. Sie be- und entladen ihre LKW, pflegen die Fahrzeuge und bemühen sich, möglichst gesetzeskonform zu fahren.

Die Minderheit – die langsam mehr wird…

Sie sind es, die den Beruf des Fahrers immer tiefer in den Dreck ziehen. Gesetzesübertretungen, ungepflegtes Auftreten, Arroganz und mangelnde Professionalität sind ihre große „Stärke“. Sie lassen ihren Müll überall liegen und entledigen sich ihrer Notdurften da, wo es gerade passt.

Da stört es auch nicht, dass der Mülleimer oder die Toilette nur ein paar Meter entfernt sind. Sie sind aber die Fahrer, die von der Gesellschaft mehr wahrgenommen werden. Sie sind auffällig, werden gesehen, weil sie sich weder an die Verkehrsregeln, noch an andere Regeln halten.

Was kann man tun. Ich weiß es nicht. Es gibt kein Allheilmittel und auch keinen treffsicheren Weg. Dauernde Appelle verhallen im Wind und das Spiel geht unverändert so weiter.

Zusammenhalt unter den Fahrern

Ein großes Thema, über das schon viel diskutiert wurde. Auch hier gibt es keine Allgemeinlösung. Die Fronten sind verhärtet und keine Seite will weder die Argumente der anderen Seite gelten lassen, noch von der eigenen Position auch nur eine Fingerbreite abweichen. Dies führt unweigerlich dazu, das der Fahrer zum Spielball der Arbeitgeber und ausgenutzt wird.

Leistung und Einsatz

Dies führt auch dazu, das Fahrer frustriert sind und eine schlechtere Leistung erbringen, als sie möglich wäre. Die Disposition fordert und drückt – der Fahrer versucht zu viel, um dem Druck standzuhalten und die Forderungen zu erfüllen. Gesetzesübertretungen, Unfälle und stetiger Stress sind die logische Folge. Er nimmt sich Probleme an, die er weder zu verantworten noch zu lösen hat. Es ist doch die Aufgabe der Disposition den Kunden von verkehrsbedingten Schwierigkeiten zu informieren und für eine Terminverschiebung zu sorgen.

Die moderne Technik…

Viele Fahrzeuge sind heute mit Assistenzsystemen ausgestattet, die die Sicherheit des Fahrers, anderer Verkehrsteilnehmer und der Ladung erhöhen sollen. Sie sollen immer dann greifen, wenn der Fahrer nicht mehr reagieren kann. Man sollte aber stets beachten und nie vergessen, diese Helferlein sollen dem Fahrer nur assistieren und nicht seine Arbeit übernehmen.

Es soll Fahrer geben, die glauben Aufgrund der Systeme könnten sie telefonieren oder sogar Videos anschauen – und, und, und….
Der Fahrer ist letztlich immer der, der am Schluss die Rechnung bezahlen muss !!
Da schützt ihn kein Helferlein – es schützt ihn nur seine Aufmerksamkeit und sein Können – seine Erfahrung und Umsichtigkeit. Das war schon immer so und wird sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern.

Die Öffentlichkeit…

Das Bild der Fahrer in der Gesellschaft ein professionelles Auftreten der Fahrer in der Öffentlichkeit und ihrem Job können das Image eines der schönsten Berufe erheblich verbessern. Es könnte dazu beitragen, dass auch wir Kraftfahrer in der Gesellschaft wieder gern gesehen sind.
Wir erfüllen nur ein Aufgabe, eine Aufgabe die auch ein Stück zur Funktion des Ganzen beiträgt !!

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