Es scheint teuer zu kommen, wer Geschmack auf Qualität hat.
Teuer kommt es, wenn der Geschmack auf Qualität ausbleibt.
Denn dafür zahlt man auf Dauer mit der Gesundheit.
Zu Omas Zeiten war eine Hühnersuppe oder eine Rinderbrühe das Verständnis von gesundem Essen.
Das Huhn köchelte mit beigelegter Sellerieknolle Stunden vor sich hin.
„Die gesunden Mineralien kommen erst beim langen köcheln aus den Knochen raus“.
Zu einem gekauften Suppenwürfel hat Oma niemals gegriffen.
„Was soll ich mit diesem künstlichen Würfel anfangen“?
Dabei holte Oma das verkochte Huhn aus dem Topf und zeigte mir als Kind die schönen gelben Ringe im Suppenwasser.
Noch heute ist eine selbstgemachte Suppe mit nichts aus dem Regal zu vergleichen.
Aber welcher Koch hat für ein stundenlanges Köcheln die Zeit?
Welcher LKW Fahrer kauft sich ein Huhn, um es stundenlang im Topf zu kochen?
Ich kenne keinen.
Die traurige Wahrheit
Heutzutage soll alles schnell gehen.
Um den Menschen satt zu bringen, gibt es Hersteller die es gut meinen.
Flüssige Produkte, die sogar deine Mahlzeiten ersetzen sollen.
Die Anzahl an Mineralien und Vitaminen sind penibel genau angegeben.
Eine Trinkflasche gleicht der Anderen.
Als LKW Fahrer war mir gar nicht bewusst, dass es so viele Mineralien und Vitamine in einer Nahrung geben kann.
Ich tue mir schwer, dass ein aufbereitetes Milchprodukt mit Zuckerersatz und synthetisch zugesetzten Mineralien als „das ist Essen“ deklariert wird.
Mittlerweile ist bekannt, dass pflanzliche Öle wie Raps und Sonnenblumenöl Entzündungen im Körper verursachen.
Das Süßungsmittel Sucralose (E955) klingt auch nicht besonders gesund.
E955 findet dennoch in vielen zuckerfreien Getränken den Weg in die Flasche.
Maltodextrin ist ein hoch verarbeitetes Kohlenhydrat, welche den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben kann.
Für mich ist das ein Essen, wenn ein Produkt vom Bauern auf den Tisch kommt.
Saisonale und regionale Produkte vom Bauern schlagen eigentlich alle Produkte im Regal.
Geschmacklich und in der frische unschlagbar.
Pflanzenbasierte Ernährung hat mehr Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und echte Vitalstoffe.
Es geht auch anders…
Als Fahrer kennt man die guten Küchen auf der Strecke.
Die Küchen, wo noch die Kartoffeln selbst geschält werden und der Suppentopf mit frischem Gemüse gefüllt wird.
Das Schnitzelfleisch noch mit dem Hammer lautstark geklopft aus der Küche zu hören ist.
Das servierte Teller gerne mit allen Sinnen erfasst wird.
Es gibt eine weitere Spezies.
Zahlreiche LKW Fahrer werden am Wochenende zu Spitzenköchen.
Selber kochen ist angesagt.
Bei schönem Wetter vor dem LKW.
Wenn der Wind und Regen keine Gnade kennt, geht es auch auf der Ladefläche.
Ab und an wird die Fahrerkabine zur Küche umfunktioniert.
Gemüse und Fleisch wird noch selber geschnitten und für die Woche vorgekocht.
Gewürze aus der Heimat finden im Kochtopf Ergänzung.
Knoblauch und Zwiebeln dürfen dabei niemals fehlen.
Selber kochen bringt auch mit sich, psychologisch einen Prozess mit dem Auge verfolgt zu haben.
Anders als die Anderen?
Ein flüssiges Milchprodukt aus dem Regal habe ich nicht selbst hergestellt.
Den Ablauf einer Herstellung nie gesehen.
Muss man auch nicht unbedingt.
Frage dich mal.
Muss du dich schon in jungen Jahren mit einer „Astronauten-Nahrung“ ernähren?
Komm schon.
Keine Zeit zum kochen?
Fehlende Priorität trifft es schon besser.
Kochen ist einfach.
Kokosfett erhitzen, Gemüse schnipseln und ein Ei in die Pfanne.
Salz und Pfeffer nach Belieben.
Und schon hast du das einfachste Rezept mit den wichtigsten Anteilen an Eiweiß, Fett und Kohlenhydrat gezaubert.
Probier’s mal aus.
Kaufe deine Produkte am Bauernmarkt und vergleiche den Unterschied.
Hast du jemals ein frisches knuspriges Bauernbrot, dazu Butter und Schnittlauch vom Bauern gegessen?
Nein?
Dann hast du nicht wirklich gelebt!
Denn, das ist Essen!
Welche Essgewohnheiten hast du im LKW?
Kochst du selbst?
Kaufst du Saisonal und Regional?
Schreibe mir ein Kommentar…!